Fusion Living – eine Homestory

Wir besuchen Kunden aus der Region; diesmal sind wir zu Gast bei Familie Blötzer.

Worauf legen Sie Wert bei Ihrer Einrichtung?
Auf schöne und klare Linien sowie auf Beständigkeit. Spannende Formen und erfrischende Ideen finden wir beispielsweise in Grafiken der Zwanziger- bis Vierzigerjahre. Der Art-déco-Gedanke aus dieser Zeit funktioniert noch immer. Dieser moderne und schlichte Stil, der den üppigen Jugendstil ablöste, hat auch heute noch seine Berechtigung. Wir sind auf Lösungen aus, die lange funktionieren – die «verheben». Wir suchen laufend nach Gegenständen aus dieser Epoche – Trouvaillen mit modernen und formschönen Linien.

Zu Tisch: Beatrice und Carlo Blötzer haben es sich mit viel stilistischem Fingerspitzengefühl gemütlich eingerichtet.
Zu Tisch: Beatrice und Carlo Blötzer haben es sich mit viel stilistischem Fingerspitzengefühl gemütlich eingerichtet.
Auserlesene Musikboxen prägen den Wohnbereich.
Auserlesene Musikboxen prägen den Wohnbereich.
Das neue Cheminée aus rohem geöltem Eisen überzeugt durch seine zurückhaltende, klare Formensprache.
Das neue Cheminée aus rohem geöltem Eisen überzeugt durch seine zurückhaltende, klare Formensprache.
Chantal, Musikbox mit dem für die 50er Jahre futuristischen Design, ist ein Meisterwerk aus der Schweiz.
Chantal, Musikbox mit dem für die 50er Jahre futuristischen Design, ist ein Meisterwerk aus der Schweiz.

Welches ist die Entstehungsgeschichte Ihres Hauses?
Wir hatten ursprünglich ein Bauernhaus gesucht. Nun erfreuen wir uns der schönen und hellen Räume, der Fernsicht und des vielen Platzes, den wir hier in einem Haus aus den Sechzigerjahren vor bald zwanzig Jahren gefunden haben. Den Platz nutzen wir vielseitig. Wir lieben beispielsweise Musikautomaten, haben selbst einige davon in unser tägliches Wohnen integriert und lieben den damit verbundenen Lebensstil.

Worauf achten Sie beim Kombinieren?
Die Kombinationen müssen klar sein, spannend, beständig und ehrlich. Wir mögen rohes Eisen – der Ofen, die Unterkonstruktion des Tisches und auch die von Carlo gefertigten Skulpturen bestehen aus diesem Material. Wir haben sie lediglich geölt, so bleibt die Ursprünglichkeit erhalten. Wichtig ist uns auch ein durchgängiges Konzept, eine klare Linie.

Grösster Fehlgriff und was haben Sie daraus gelernt?
Beatrice Blötzer: eine mühsame Sitzkombination ...
Carlo Blötzer: ... und das grosse, raumtrennende Cheminée, welches wir zu lange als tragendes Teil betrachteten. Uns schien, man könne es nicht entfernen. Rückblickend betrachtet haben wir viel zu lange mit diesen alten Sachen gelebt.

Grösster Streitpunkt beim Einrichten?
Beatrice Blötzer: der Kampf um meine Pflanzen im Wohnbereich.
Carlo Blötzer: die Frage, ob die seitliche Wand bei der Kochinsel vollständig abgerissen werden soll oder nicht.

Liebster Einrichtungsgegenstand und warum?
Beatrice Blötzer: Meine Pflanzen und der neue, zentral platzierte Ofen. Ich geniesse diese tolle Wärme. Er erzeugt eine wohlige Atmosphäre und strahlt wirklich Wärme ab – im Gegensatz zum alten Cheminée, welches lediglich das Feuer durch den Kamin abziehen liess. Am wichtigsten sind mir aber schon die Menschen, mit denen ich wohne – weniger das Haus drum herum. Ich könnte auch woanders leben, solange meine Liebsten dabei sind.

Carlo Blötzer: ... die grossen Art-déco-Werbeplakate und die «Chantal», eine Musikbox von 1956. Dieses Gerät wurde von einem Schweizer entwickelt und in Murten und Bristol/London gebaut. Das Design entstand in einer Beiz, auf einer Serviette.

 

Speziell an «Chantal» ist, dass sie von aussen nach innen gestaltet wurde. Normalerweise geschah die Entwicklung umgekehrt: Man hatte die Mechanik und verpackte diese hübsch. Das Design war absolut einmalig und schlug ein wie eine Bombe; schon nach kurzem hatte die «Chantal» mit ihrer halbkugelförmigen Haube den Übernamen «Sputnik» – nach der russischen Raumkapsel.

Wovon träumt man noch, was steht noch auf der Wunschliste?
Beatrice Blötzer: Im Moment bin ich wohnwunschlistenlos zufrieden.
Carlo Blötzer: ... schön wären noch einige zusätzliche alte Plakate. Oder vielleicht sogar ein frei- und leerstehender Industriebau – höhere Decken würden die Plakate noch besser zur Geltung bringen.

Kleine Details, die stellvertretend sind für die ganze Einrichtungsphilosophie?
Wir achten auch bei den Details auf Zeitlosigkeit und farblich schöne Abstimmung.

Worauf achten Sie beim Erneuern und Renovieren alter Gegenstände und Hausbestandteile?
Spannend finden wir, wenn man das Vorliegende in etwas Spezielles verwandeln kann. Wir schaffen gerne klare Situationen – aufdringlich darf es aber nicht werden. Wert legen wir auf Qualität, gute Arbeit und gerne auch auf hochstehendes Handwerk. Soll etwas renoviert werden, muss man das «Gspüri» dazu haben − da lassen wir uns auch gerne von Fachleuten beraten.

Wann kommt welche Art von Handwerker mit ins Spiel?
Nach 18 Jahren Wohnen und Kochen reifte bei uns der Wunsch nach einer neuen Küche. Das gab letztlich auch den Anstoss dafür, das gesamte Erdgeschoss umzubauen. Auf unseren Baupartner sind wir dann durch Mund-zu-Mund-Propaganda gestossen. Das war uns wichtig, so konnten wir von Beginn auf eine Vertrauensbasis aufbauen.

Wir schätzen es, wenn uns Fachleute wohlwollend kritisch unterstützen – unsere Ideen also aufgreifen, aber auch darauf aufmerksam machen, wann und wo man die anfänglich definierte Linie vielleicht lieber verlässt. Walter Hofer hat uns da wirklich super unterstützt, und sein Projektleiter Martin Kronig hatte die Feinabstimmung sicher im Griff.

Worauf legen Sie beim Kochen Wert?
Auf viel Gemüse, auf eine vollwertige, ehrliche, nicht zu aufwendige Küche mit frischen Zutaten – wo der Geschmack noch echt und unverfälscht ist. Ab und zu wird die neue Küche zur kreativen Kulinarikinsel für uns und unsere Freunde – dann kochen wir gemeinsam und probieren Neues und Exotisches aus.

 

SCHNEIDER SCHREINERT

Sie wünschen traditionelles Handwerk und modernes Design, neue Materialien und Zeitlosigkeit, Produkte aus Schweizer Produktion und internationales Flair?

Unterschiedliche Anforderungen zu stimmigen Lösungen zu verbinden: eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen. Dazu ist viel Können erforderlich und Freude am Handwerk. Voraussetzungen, die Sie bei uns finden. Willkommen bei Schneider – dürfen wir auch für Sie schreinern?

ARBEITEN

  • Mobiliar Bern
  • Küche im Landhausstil
  • Edles Badezimmer
  • Zone 3, Lyssach
  • Sonnenküche im ehemaligen Postgebäude
  • Ciolina Bern

KONTAKT

 
 
 
 

Schneider Innenausbau AG . Buechweg 13 . 3256 Dieterswil . T 031 879 04 24 . F 031 879 18 34 . info@schneiderag.ch