«Wir und das Schneider-Team haben das Heu auf der gleichen Bühne»

26. Mai 2020

Murtenhof-Hoteldirektor Marc Joachim über die Zusammenarbeit mit dem Schneider-Team

Nach der Sanierung des Restaurants im Hotel Murtenhof & Krone kam der Frust: Drei Tage nach der Wiedereröffnung am 13. März 2020 musste das Restaurant wegen des Corona-Lockdowns bereits wieder die Türen schliessen. Hoteldirektor Marc Joachim sieht dennoch zuversichtlich in die Zukunft – und lobt rückblickend die Zusammenarbeit mit dem Schneider-Team.

In der Altstadt von Murten liegt das Hotel Murtenhof & Krone, ein pittoreskes Ensemble von markanten, historischen Patrizierhäusern. Der «Murtenhof» und die «Krone» wurden 2005 zu einem Hotel verbunden. Die Familie Joachim vom Hotel Murtenhof erwarb die «Krone» von seinem Nachbar, der das Hotel während 45 Jahren geführt hatte. Zwei Jahre später wurden in den Obergeschossen grössere Umbauarbeiten ausgeführt. Reinvestiert wird jedes Jahr, wobei in grösseres nur alle 7 bis 10 Jahre.

In einem weiteren Schritt wurden im vergangenen Jahr das Erdgeschoss, der Keller, das Bistro, die Bar mit dem Loungebereich und das Fumoir saniert. Die Schneider Innenausbau AG war hauptsächlich im Bereich der Bar und Réception tätig.

Die alte Gebäudestruktur sollte stellenweise «hervorgeholt» werden. Die alten Stadtmauer im «Kronenkeller» seeseitig ist aus dem 13. Jahrhundert und darüber die «Wirthschafft zu Cronen» die bereits im 16. Jahrhundert erwähnt wird. Das auffallende Mauerwerk bei der Bar ist bis eineinhalb Meter dick. Statt zerstörte Stellen zu rekonstruieren, wurden die Mauern sichtbar belassen. Auf einer Fläche von 160 m2 wurden ebenfalls die Böden saniert.

Was hat sich mit der Sanierung verändert?
Marc Joachim: Wir haben das Angebot erweitert. Wir haben jetzt eine Bistro-, Bar- und Zigarrenkarte. Die Aufenthaltsräume wurden mit Inhalt gefüllt und geben nun ein anderes Ambiente. Für unsere Gäste ist das berührender und interessanter. Im Kronenkeller befindet sich jetzt der Trésor vom Vully und Winzer stellen Ihre Referenzweine im Degustationskeller aus. Dank der Partnerschaft mit der Burgergemeinde Murten, die die Gegend vorstellt, ist eine Art kleines Museum entstanden. Bei den Erweiterungen in diesem Raum haben wir uns gesagt: «Es liegt alles da, du musst nur etwas daraus machen».

Gab es während der Sanierung Schwierigkeiten?
Mit der Firma Schneider überhaupt nicht. Weil letztes Jahr die Lüftung ausgefallen war, mussten wir schnell handeln. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern war nicht immer einfach.

Wie haben Sie die Arbeit der Schreiner miterlebt?
Sehr positiv, sehr sympathisch. Das sind praktisch veranlagte Handwerker, die bei Problemen nicht gleich davonlaufen, sondern anpacken. Wir haben sie auch mal zum Mittagessen eingeladen. Wir haben das Heu einfach auf der gleichen Bühne. Es gibt eben noch andere Macher unter uns. Das gefällt mir.

Was wünschen Sie sich für die nahe Zukunft?
Dass wir auch mit weniger Gästen über die Runden kommen. Wir haben unser Konzept schon vor der Coronakrise auf kleinere Gruppen ausgerichtet. Damit wollen wir auch den Pro-Kopf-Umsatz steigern. Unser Standort auf dem «Röstigraben» mit der Zweisprachigkeit ist zwar eine Herausforderung, aber wir sehen auch die Vorteile in einem breiteren Einzugsgebiet. Dieses Jahr verbringen wohl viele Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien im eigenen Land. Die eingehenden Buchungen stimmen uns auf jeden Fall zuversichtlich.

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